Der Angriff

27.02.08

Der Angriff

VON TIM WINTER

(RP) Der 18-Jährige Judoka Aaron Hildebrand vom PSV Duisburg will am 8. März eine Medaille bei der nationalen Meisterschaft gewinnen. In Herne zählt er als Westdeutscher Titelträger zu den Favoriten in seiner Klasse.

„Ich möchte auf jeden Fall eine Medaille mit nach Hause nehmen, die goldene wäre natürlich klasse“, beschreibt Aaron Hildebrand seine Erwartungen für seinen nächsten wichtigen Wettkampf in Herne. In Nordrhein-Westfalen hat der Gymnasiast sich in den letzten Jahren durch ständige Erfolge einen guten Ruf erkämpft. Sein bisher größter Erfolg war der Gewinn der Deutschen-U17-Meisterschaft 2006. Kurz danach folgte der große Rückschlag.

Zurückgekämpft durch hartes Training

Hildebrand kugelt sich die Schulter aus. Die Verletzung war schwerer als erhofft. Der damals 16-Jährige spricht von einem verschenkten Jahr: „Am Anfang stand der Gewinn der Deutschen Meisterschaft und dann so ein Pech, das hätte ein Superjahr werden können.“ Als Deutscher Meister hätte Aaron damals auch die Chance gehabt, an der Junioren-Europameisterschaft teilzunehmen. Doch daraus wurde wegen der ausgekugelten Schulter auch nichts. Er fiel sage und schreibe sieben Monate aus.

Nach der überstandenen Pause benötigte der Judoka einige Zeit um wieder richtig in Form zu kommen: „Natürlich war das schwer, wieder die gute Form zu erreichen, die ich vor meiner Verletzung hatte.“ Er musste im vergangenen Jahr deshalb auch einige Niederlagen einstecken. Jetzt ist Hildebrand zurück und greift wieder an. „Durch eine gute Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft kann ich vielleicht dieses Jahr wieder international kämpfen.“ Das wäre für ihn nichts Neues. Er hat schon bei einigen internationalen Turnieren auf der Matte gestanden und schon einige Erfolge gefeiert. Neben dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2006 wurde der PSVer insgesamt drei Mal Westdeutscher-Champion. Durch hartes Training hat er sich wieder in die nationale Judo-Elite zurück gekämpft. Bis zu vier Stunden wird täglich trainiert. Das ist neben der Schule oft nicht leicht, aber die Liebe zu seinem Sport ist reichlich Motivation.

Volle Unterstützung durch Familie und Schule

Seine Familie unterstützt Aaron wo sie nur kann. „Ich finde immer jemanden, der mich zu Training fährt“, sagt er. Diesen Fahrdienst übernimmt meistens seine Mutter. Seine Schule, das Mercator-Gymnasium in Hochfeld, unterstützt den Judoka, der noch einen Bruder und eine Zwillingsschwester hat, ebenfalls: „Ich wurde schon sehr oft für Wettkämpfe vom Unterricht freigestellt, sogar mal eine Woche lang wegen eines Trainingslagers des Bundeskaders. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt der sympathische Kämpfer.“ In diese Auswahl möchte er jetzt wieder, nachdem er sie wegen seiner Schulterverletzung verlassen musste. Eine gute Leistung bei der Deutschen Meisterschaft wäre dazu die beste Empfehlung.