Abschied von Herrn Dr. Krücken – wir sind traurig und sehr dankbar

Wir trauern um unseren ehemaligen Schulleiter und Kollegen
Dr. phil. h.c. Friedrich Wilhelm Krücken.

* 19. Oktober 1930       + 12. März 2025

Liebe Schulgemeinschaft,

gestern Abend erhielten wir die traurige Nachricht, dass unser ehemaliger Schulleiter, Dr. phil. h.c. Friedrich Wilhelm Krücken, plötzlich und unerwartet am 12. März 2025 verstorben ist. Seine Beisetzung fand am vergangenen Donnerstag im engsten Familienkreis an seinem jetzigen Heimatort Bad Bergzabern, Rheinland Pfalz, statt.

Diejenigen, die das große Glück hatten, mit ihm als Schülerin oder Schüler oder als Kollegiumsmitglied im aktiven Dienst bis 1993 zu arbeiten oder ihn auch bis zum Jahr 2023 bei seinen alljährlichen Besuchen unserer Mercator-Ehemaligentreffen erleben durften, werden bestätigen, dass Herr Krücken bis zum letzten Tag mit Leib und Seele Pädagoge, Schulleiter, durch und durch Mercatorianer war.

Das Mercator-Gymnasium und seine Forschungen zu Gerhard Mercator waren neben seiner Familie seine wichtigsten Lebensinhalte. Für seine Schule, seine Kolleginnen und Kollegen wie seine Schülerinnen und Schüler, brannte er, seitdem er 1957(!) als Studienreferendar für die Fächer Mathematik, Physik und Philosophie Mitglied unseres Kollegiums wurde (studiert hatte er zuvor Philosophie, Mathematik, Astronomie und Psychologie an der Universität Köln). Nicht selten geschah dies sogar in Hausbesuchen, wenn es in Schülerfamilien genau darauf ankam, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Herr Krücken setzte sich seine gesamte berufliche Laufbahn, als Schulleiter seit 1978 und auch in all den Jahrzehnten nach seiner Pension, für die Menschen seiner Schule ein. Schon früh sah er die Chancen gelebter Integration verschiedener Kulturen für eine Schule, auch war er ein entschiedener Befürworter für ein im wahrsten Sinne durchlässiges Schulsystem im Übergang von anderen Schulformen an das Gymnasium – nicht nur, aber sicherlich auch, weil er selbst sich ‚Bildungsaufstieg‘ erarbeitet hatte. Bis zuletzt verstand er sich auch als lebendiges Gedächtnis unserer Schule, der in Lehrer- und Schülerschaft wichtige Namen, Daten und Entwicklungslinien stets auswendig zitierte. Er blieb an den Entwicklungen seiner Schule interessiert und freute sich auf die nächste Möglichkeit, wieder persönlich an einem Treffen vor Ort teilzunehmen. Ein Wiedersehen werden wir leider so nicht mehr erleben dürfen.

Dr. Krückens Wissen über den Namensgeber unserer Schule, Gerhard Mercator, seine Werke, seine Karten, sein Leben war schier unerschöpflich: Im Jahr 2012 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Duisburger Universität, die damals Mercator-Universität hieß, verliehen. Diesem wissenschaftlichen Engagement stand sein stetiger Wissensdurst nach allem, was mit der zu seiner Zeit noch sehr neuen Disziplin Informatik zusammenhing, in nichts nach. Dank ihm wurde sie als Schulfach so früh eingeführt wie an kaum einer Schule sonst – in Duisburg oder im gesamten Bundesgebiet. Er lehrte zudem an der Universität Köln Didaktik der Mathematik und publizierte fachdidaktische Werke. Jegliche Form von Wissenschaft und Lehre hatte es ihm so angetan, dass man ohne Übertreibung feststellen darf, dass die Bezeichnung ‚Universalgelehrter‘ für Menschen wie ihn erfunden wurde.

All seine Verdienste um unsere Schule (auch um den Aufbau unseres Fördervereins, den es ohne ihn nicht gäbe), und die Forschung zu Gerhard Mercator aufzuzählen und angemessen zu würdigen, werden wir an dieser Stelle gewiss niemals schaffen. Zwei uns erhaltene Fotos sind es, die widerspiegeln, wie er als Lehrer wirkte und nachwirkte. Das erste Bild zeigt ihn als Physiklehrer in den 60er Jahren – hier mit nichts weniger als der Relativitätstheorie – das zweite so, wie er sich kreativ-gewitzt neuen Lerngruppen gern namentlich per Tafelanschrieb vorstellte. Sein herzlich-ansteckendes Lachen, seine bewahrte Bodenständigkeit und seine menschliche Zugewandtheit werden wir sehr, sehr vermissen.

Mit der Familie Krücken/Nickolaus, die in all diesen Jahrzehnten fortwährend ihren Ehemann und Vater mit uns geteilt hat, fühlen wir uns in tiefer Trauer verbunden. Zugleich sind wir dankbar, ihn so viele Jahre um uns, bei uns, mit uns gehabt zu haben. Alle Kondolenzpost, die uns für sie erreicht, werden wir sehr gern an die Familie weitersenden.

Wir nehmen Ihre Gedanken, liebe Schulgemeinde, Ihre Erinnerungen an Dr. Krücken auch sehr gern im elektronischen Kondolenzbuch auf dieser Seite auf, wenn Sie mögen. Gewiss werden Sie weitere Facetten dieses eindrucksvollen Menschen in unser aller Gedächtnis wieder lebendig werden lassen – er wird uns fehlen.

Danke!

Stellvertretend für Schulleitung, Förderverein, Kollegium und seine ehemalige Schülerschaft

Wibke Harnischmacher, Raimund Hermes, Wolfgang Müller, Susanne Kelle, Reinhard Buchholz                                                                                                                  Duisburg, 24. März 2025

                         

35 Kommentare

  • Norbert Micken sagt:

    Herrn Dr. Krücken hat unsere Familie viel zu verdanken:
    Ich habe ihn als Klassenlehrer gehabt, meine drei Kinder haben ihn als Schulleiter des MG erleben dürfen, der sich rührend um seine Schülerinnen und Schüler gekümmert hat und die Tradition aufrechterhalten hat : Förderung und Forderung, Integration und Fürsorge, Menschlichkeit und ein hohes pädagogisches Engagement zeichneten ihn aus.
    Wir werden ihn immer in unserem Gedächtnis behalten mit Hochachtung und Dankbarkeit.
    MORS PORTA VITAE
    Markus, Anja, Birgit Micken und deren Eltern Monika und Norbert

  • Dr. Krücken ist mir noch sehr lebendig in Erinnerung durch seinen Auftritt anlässlich unserer 50-Jahre-Abitur-Feier in 2021 (Corona bedingt im privaten Rahmen): https://youtu.be/T2foG5_mGZw

    In grosser Dankbarkeit für diesen grossartigen Lehrer, langjährigen engagierten Schulleiter und hervorragenden Botschafter des
    Mercator-Gymnasiums,
    Detlef Gerritzen

  • Dr. Dr. Georg Lemm sagt:

    Dr. Krücken war ein wunderbarer Pädagoge und bleibt ein großes Vorbild. „Meine Herren, folgendes Problem…“ so kam er in den Klassenraum gerauscht und schon zeichnete er mit großem Strich das mathematische Problem an die Tafel. Auch wenn ich meistens nicht wusste, wo die Glocken hingen, hing ich doch an seinen Lippen und bewunderte seine sprühende Energie und Begeisterung. Jede Stunde, immer wieder neu. In großer Dankbarkeit und Hochachtung.

  • Volker Blum sagt:

    OIc 1967: Wir waren froh, einen unbelasteten und jungen Klassenlehrer zu haben. Er hat uns durch die gesamte Oberstufe geführt, gefordert und verstanden. Bei einigen Ehemaligentreffen war er dabei, hat uns zum 40jährigen Abitur noch einmal in der Eifel „unterrichtet“, mit uns die Burg Vogelsang besichtigt und wir hatten gute Gespräche! Herr Krücken hat indirekt dafür gesorgt, dass wir uns heute noch, nach fast 60 Jahren, immer wieder treffen, zu Wanderungen, Radtouren und Gesprächen. Ich bin doch traurig, auch wenn 94 Jahre ein imposantes Alter darstellen.
    Volker Blum, Klassensprecher

  • Irma Lababidi sagt:

    Unser lieber Herr Dr. Krücken hat Generationen geprägt!
    Uns (Abi 91) brachte er bei, anständig zu sein und unsere Stimme für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Er liebte das Mercator-Gymnasium und uns alle. Niemand stand vor verschlossener Türe. Herr Dr. Krücken glaubte an uns! Wir vertrauten ihm!
    Danke, dass er uns geprägt hat! Die Welt hat einen Menschenfreund verloren! 😪

  • Hatem Özen sagt:

    Ich habe sehr schöne Erinnerungen an diesen wundervollen Menschen, der uns beschützt, unterstützt, motiviert und wertgeschätzt hat. Danke für alles, lieber Dr. Krücken. Ruhen Sie in Frieden.

  • Hülya Ciğerli sagt:

    Möge er in Frieden ruhen.
    An ihn persönlich habe ich zwar keine Erinnerung, aber insgesamt hatte ich von 1985-1992 eine schöne Zeit.
    Mit meinem heutigen wissen kann ich mir vorstellen, welches Engagement er reingesteckt haben muss.
    RIP

  • Klaus Becker sagt:

    Herr Dr. Krücken hat mir die Ehre erwiesen, in meinem in Arbeit befindlichen Buch einen wichtigen Beitrag zu leisten. Dafür und die vielen meistens telefonischen Kontakte bin ich sehr dankbar. Noch kurz vor seinem Tode haben wir einige Formulierungen besprochen. Ich bin dankbar und stolz, seinen letzten wissenschaftlichen Aufsatz
    veröffentlichen zu können.
    Klaus Becker, Bürgerstiftung Duisburg

  • Lutz Nietzsche sagt:

    Er hatte es nicht immer leicht mit mir… Als ich mit einem „Atomkraft? Nein Danke!“-Aufkleber auftauchte, meinte er schmunzelnd: „Bewahre dir deinen Idealismus.“. Als ich ihm zehn, eher fünfzehn Jahre nachdem ich die Schule hinter mir hatte, zufällig begegnete, erkannte er mich sofort und begann, ehrlich erfreut, ein Gespräch. Ich würde mir wünschen, mehr Leute, die sich konservativ nennen, wären so wie er, dann wäre die Welt ein besserer Ort.

  • Hay, Ernst W. sagt:

    Ich habe Herrn Dr. Krücken viel zu verdanken, hat er mir doch einen unorthodoxen Schulwechsel an das Mercator-Gymnasium ermöglicht.
    Mit seiner Unterstützung durfte ich mit einigen Schülern außerhalb von Schule und Unterricht durchführen.
    Besonders überrascht und erfreut waren wir, meine Frau und ich, über persönliche Glückwünsche zu unserer Goldhochzeit.
    In Erinnerung werde ich die sehr zugewandte, freundliche Art mir gegenüber behalten.

  • Martin Pfaffhausen Abitur 1989 sagt:

    Er hat Inklusion am Mercator Gymnasium praktiziert als die meisten dieses Wort noch nicht kannten. Er hat uns gegenseitigen Respekt und Toleranz und so viele andere Dinge gelehrt, die nicht im Lehrplan standen. Ich fühlte mich von ihm in jedem Alter ernstgenommen. Ich hätte mich gerne noch einmal persönlich bei ihm bedankt.

  • Tanja Knappe sagt:

    Herr Dr. Krücken hat zwei Generationen unserer Famile begleitet, meinen Vater, Onkel und mich.
    Das Mercator-Gymnasium selbst sogar 4 Generationen; meinen Opa und meinen Neffen.
    Ein phantastischer Lehrer und Schulleiter.
    Er war meinem Vater ein Freund und Wegbegleiter.
    Danke, Herr Dr. Krücken
    Mögen Sie in Frieden ruhen. 😢

  • Astrid Fischer (Krause) sagt:

    Ich durfte Herrn Dr. Krücken von 1978 – 1987 in meiner Schullaufbahn am MG erleben.
    Er war ein toller Direktor, der die Sorgen seiner Schüler ernst nahm und es sogar schaffte, dass ich Mathe verstand.
    Durch die Gründung des Fördervereins, an der mein Vater Siegfried Krause beteiligt war, war Herr Dr. Krücken lange mit meiner Familie verbunden.
    Wir werden ihn sehr vermissen.
    Alles Liebe und Gute für die Familie.

  • Daniel Kleinwegen sagt:

    Pädagogen seiner Art sind leider sehr selten. Die Toleranz jedem gegenüber, seine Fairness und sein Engagement für jeden einzelnen seiner Schüler, seine bewundernswerte Art immer zuerst auf die besonderen Fähigkeiten und positiven Eigenschaften zu schauen, zeichneten ihn aus.
    Eine Haltung, die ich gerne übernommen habe und heute in meiner Arbeit als Erzieher lebe und ebenfalls versuche weiterzugeben.
    Ich werde immer gerne und in Dankbarkeit an Sie zurück denken.
    Seine CD zu Gerhard Mercator, die er selber eingesprochen hat, höre ich hin und wieder und die vertraute Stimme hinterlässt jedesmal ein sehr vertaures Gefühl der Wertschätzung!
    Sie haben definitiv Spuren hinterlassen… Danke dafür!
    PS: Spannend (und erfreulich) über die Hälfte der bisherigen Kommentatoren (noch) zu kennen… 😊

  • Vladimir Stamenković sagt:

    Ein Schuldirektor, der das Mercator-Gymnasium liebte. Herr Dr. Krücken wird mir als eine Persönlichkeit in Erinnerung bleiben, die Elan und Begeisterung ausstrahlte, dabei meist freundlich lächelte und zugleich durch seine natürliche Autorität überzeugte.

  • Ein wahnsinnig engagierter Mathe-Lehrer und sehr netter Mensch! Danke!!!(Abi 1971)

  • Marcel Bruse sagt:

    Eine sehr traurige Nachricht. Herr Dr. Krücken betreute unsere mathematisch bis auf ganz wenige Ausnahmen nur sehr unterdurchschnittlich begabte Klasse vom achten bis zum zehnten Schuljahr (quasi als pädagogische Herausforderung, nachdem wir zuvor zwei Mathelehrer „verschlissen“ hatten…) Von ihm nicht ganz hoffnungslos eingestufte Fälle pflegte er bei entsprechend im Unterricht erkennbaren Defiziten zum Nachsitzen bei ihm im Sekretariat in der ersten großen Pause am nächsten Tag einzubestellen; nun ja, auch ich gehörte ab und zu zu den Protagonisten, die ein diesbezüglichen „Meeting“ mit ihm hatten und ihm die binomischen Formeln aufsagen durften -die kann ich heute noch…

    Aufrichtiges Beileid, möge er in Frieden ruhen

  • Stefan Hopf sagt:

    Auch in bin sehr traurig über den Tod meines ehemaligen Mathelehrers und Schulleiters, der mir das Abitur 1992 ermöglichte. Ich wünsche seiner Familie und Angehörigen viel Kraft in der nächsten Zeit !

  • Dr. med. Volker Koke sagt:

    Ich hatte über viele Jahre bei Herrn Dr. Krücken Mathematik-Unterricht, zuletzt im LK bis zum Abitur 1978 . Ich erinnere mich noch wie heute, wenn er in die Klasse stürmte, ein mathematisches Problem an die Tafel schrieb und anschließend eine tolle Unterrichtsstunde abhielt.Ich kann ohne jedes Zögern sagen, dass er der beste Lehrer war, den ich in meiner ganzen Zeit in der Schule und an der Universität erleben durfte!

  • Bärbel Trippelsdorf sagt:

    Meine beiden Kinder Markus (Trippi) (1990) und Anja (1993) haben im Mercator-Gymnasium ihr Abi gemacht und ich durfte lange Jahre als Mitglied der Schulkonferenz Herrn Dr. Krücken erleben. Er war ein sehr aufgeschlossener und aufmerksamer Gesprächspartner, der das Wohl der Schüler stets in den Vordergrund stellte. Sein Namensgedächtnis auch nach Jahren war phänomenal. Auch wenn er die Geduld der Konferenzteilnehmer immer wieder mal mit seinen langen Ausführungen strapazierte, denke ich gerne an diese interessanten Begegnungen zurück.

  • Ingo Gabbert sagt:

    1992 sagte Herr Krücken zu mir: „Ingo, Sie haben die Abiturprüfung bestanden“. Davor hatte ich Philosophie bei ihm und sollte über das Höhlengleichnis Platons nachdenken. Ist schon interessant, wie manche Menschen, durch ihre Art und Präsens einem im Gedächtnis bleiben. An dieser Stelle mein aufrichtiges Beileid.

  • Dr. Gernot Tromnau sagt:

    Herr Dr. Friedrich Wilhelm Krücken hat durch seine zahlreichen Publikationen und Diskussionen mit Fachkollegen die Forschung um Gerhard Mercator belebt und z.T. Anstöße zum Umdenken zur bestehenden Lehrmeinung im Bereich der Kartographie gegeben. Als langjährigen Gesprächspartner über Mercators Werke habe ich ihn nicht nur als einen äußerst kundigen Wissenschaftler, sondern auch als Kritiker geschätzt und werde ihn als solchen dankbar in Erinnerung behalten.

  • Chi Cuong Thieu sagt:

    Herr Dr. Krücken hat mit seinem Wirken und Reden einige Generationen an Menschen geprägt und nachhaltig positiv beeinflusst. Es gibt kaum noch Menschen, die fähig sind so tiefe Spuren und Eindrücke zu hinterlassen, an die man sich auch nach Jahrzehnten mit Freude und Respekt gerne sich erinnern mag. So konnte jeder, der ihm zuhören möchte, aus seinen umfangreichen Wissen und den unzähligen Anekdoten seiner Erfahrungen sich bereichern. Auf bewundernswerte Weise konnte er schwierige Sachverhalte einprägsam wie auch verständlich erläutern und wichtige Werte fürs Leben vermitteln. Meine Geschwister und ich sind sehr dankbar, ihn kennengelernt zu haben und stolz darauf an seine Lehren sowie Weisheiten teilhaben zu dürfen. Wir trauern um einen engagierten großartigen Lehrer und Gelehrten! Unser aufrichtiges Beileid.

  • Johannes Hambura sagt:

    1978 bin aus Oberschlesien in Duisburg angekommen.
    Herr Dr Krücken hat mir und meinem Bruder, die Einschulung in die 10., bzw. 11. Klasse für meinen Bruder, ermöglicht.
    Damit hat er sich über eine ablehnende Haltung des Kultusministeriums hinweggesetzt, das diese beschleunigte Eingliederung nicht vorgesehen hat. Den zuständigen Beamten hat er mitgeteilt, die Verantwortung dafür zu übernehmen.
    Nach einem Studium in Bonn, hat mich mein Lebensweg, über Luxemburg und Belgien, nach Frankreich geführt, wo ich seit 25 Jahren lebe.
    Danke Herr Dr Krücken, RIP.

  • John Abert sagt:

    Herr Dr. Krücken war ein Lehrer und Mensch, wie es sie leider immer weniger zu geben scheint, positiv, extrem motivierend, tolerant, unprätentiös und dem Wissen verpflichtet.
    In Dankbarkeit und mit einem aufrichtigen Beileid für Seine Angehörigen.

  • Werner Pöhling, Abi 1970 sagt:

    Herr Dr. Krücken hat es mit hohem pädagogischen Können geschafft, (nicht nur meine) krumme Schülergedanken in gerade Kurslinien zu verwandeln. Das gelang ihm herausragend nicht nur in Mercators Navigation, sondern auch bei der Vermittlung von Werten und Verhalten.
    In den vergangenen Jahrzehnten brachte er in Vorträgen, Publikationsbeiträgen und in persönlichen Kontakten sein Wissen um das Werk und Leben Gerhard Mercators auch in die Ausstellungen des Duisburger Stadtmuseums ein.
    Danke für alles!

  • Dipl.-Ing. Stefan Klein sagt:

    Abijahrgang 1991
    Herr Dr. Krücken, ein Mensch vor dem man Respekt hatte und ein Mensch, der uns nachhaltigen Respekt voreinander und miteinander mit auf den Weg gegeben hat.
    Herzliches Beileid

  • Dr. Clasen Ralf sagt:

    Dr. Ralf Clasen
    Abijahrgang 1984
    Ich habe nie bei Dr. Krücken Unterricht gehabt und doch ist er noch sehr präsent. Ein Bild von ihm ist mir im Kopf geblieben. Er stand häufig an der Treppe, wenn alle in die Pause rannten. Ein Direktor halt. Der gutmütig nach dem Rechten sieht.
    Zusammen mit Helga Andres und Gerd Stratenwerth hat Herr Dr. Krücken an meinem moralischen Kompass mitgebaut und mir den Wert von Neugier und Offenheit vorgelebt.

    Vielen Dank, Dr. Krücken!

    RIP

  • Udo Suhren sagt:

    Leider habe ich erst gestern von der traurigen Nachricht Kenntnis genommen. Gleichwohl möchte ich (auch im Namen meines damaligen Klassenkameraden Gerhard Kath) meine tiefempfundene Trauer über den Tod von Herrn Dr. Krücken ausdrücken. Ich habe ihn in Erinnerung als Mensch gewordenes Energiebündel. Wenn er in die Klasse rauschte, dann brannte der Saal. Wir hatten 2022 anlässlich unserer 50jährigen Abiturfeier zum letzten Mal im Mercator-Gymnasium das Vergnügen, ihn zu erleben.
    Unser tief empfundenes Beileid für seine Angehörigen.

  • Valbona Ljumani sagt:

    Abitur 1997
    Ich bin eine der Schülerinnen, die das Glück und die Ehre hatten, Herrn Krücken als Klassenlehrer zu haben. Wir waren seine letzte Klasse und er verließ den Schulbetrieb vorzeitig, um sich seiner anderen großen Leidenschaft zu widmen, nämlich Bücher über Gerhard Mercator zu schreiben. Wir waren untröstlich, als er vorzeitig in den Ruhestand ging, ich erinnere mich gut.
    Auch erinnere ich mich an die wirklich wichtigen Lebenslehren, die Herr Krücken uns mitgegeben hat. „Alle Menschen sind gleich. Habt Respekt voreinander, ganz gleich, woher jemand kommt, welche Religion er hat, oder welche Unterschiede es sonst noch geben kann. Wir müssen immer daran arbeiten, dass sich die Geschichte des Hasses und der Menschenverachtung nicht wiederholt, denn es beginnt im Kleinen. “
    Manche Menschen hinterlassen Spuren in einem.
    Ruhen Sie in Frieden, lieber Herr Krücken!

  • Martin Dumpitak sagt:

    Mit tiefer Betroffenheit habe ich vom Verlust von Herrn Dr. Krücken erfahren. In meiner Erinnerung bleibt er nicht nur als herausragender Pädagoge, sondern auch als charismatische Persönlichkeit, die es verstand, mit ihrer Ausstrahlung und Würde bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

    Ein besonderer Moment, der mir unvergessen bleibt, war unser gemeinsamer Besuch in Bonn beim Kinderfest des damaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl. Durch sein staatsmännisches Auftreten – Anzug, Weste und Krawatte – hielt ich es für selbstverständlich, ihn um ein Autogramm zu bitten. Was dann geschah, war einzigartig: Kinder aus allen Schulen strömten herbei und hielten ihn für einen Politiker. Ich bin mir sicher, dass auch ihm dieser Tag lange in Erinnerung geblieben ist.

    Sein Wirken, sein Engagement und sein Charakter werden in den Herzen vieler Menschen weiterleben. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn geschätzt haben.

    Ruhe in Frieden.

  • Ad maiorem gloriam!
    Im Jahr 2012 hat sich die Initiative Mercators Nachbarn gegründet, um den 500. Geburtstag von Gerhard Mercator mit einem kleinen Theaterstück zu feiern. Seitdem lassen wir das 16. Jahrhundert in Duisburg durch Szenen, Vorträge und Führungen lebendig werden.
    Herr Dr. Krücken war immer wieder bei unseren Auftritten ein aufmerksamer und kundiger Gast, gerne hat er uns inhaltlich wie dramaturgisch Tipps gegeben, wie wir Leben und Werk Mercators besser unserem Publikum vermitteln können. Als wertvolles Geschenk erhielten wir von ihm das Faksimile der Weltkarte „ad usum navigantium“ in Originalgröße, das wir bei unseren Aufführungen präsentieren.
    Mit unserer Arbeit werden wir sein Andenken in Ehren halten!

  • Heinz Witzer sagt:

    Ich hatte das Glück, in den letzten beiden Jahren bis zum Abi 1978 bei Herrn Krücken Mathematik zu haben. Rückblickend muss ich sagen, dass ich mich viel früher hätte bemühen sollen, zu ihm in den Unterricht zu kommen, es hätte ja vielleicht nicht gleich der LK sein müssen. Herr Krücken hat es mit seinem tollen Unterricht vermocht, selbst bei mir die Begeisterung für die Mathematik zu wecken.
    Ich bin stolz, seinerzeit das Abiturzeugnis aus seinen Händen erhalten zu haben.

  • Abiturjahrgang 1993 sagt:

    Abschiedsworte des Abiturjahrgangs1993

    Herr Dr. Krücken war ein Schulleiter, der uns respektiert, wertgeschätzt und motiviert hat. Er hat den Gedanken der Inklusion vorgelebt und war für uns Schülerschaft ein sehr verlässlicher Ansprechpartner.
    Er war für uns ein sehr beeindruckender Lehrer, der mit seiner Menschlichkeit, seinem Humor und seiner positiven Ausstrahlung einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Sein pädagogisches Engagement und sein moralischer Kompass wirken in uns bis heute nach.
    Er war ein Schulleiter in positivstem Sinne. Leiter, Denker, Vorreiter. Für das Kollegium durch bewegte Zeiten und für uns Schülerinnen und Schüler ebenso. Für ihn war der Beruf Berufung, kein „Job“. Er war das, was Lehrer sein ausmacht. Er hatte den Durchblick und den Weitblick. Er hatte alles auf dem `Schirm` und damit war er unantastbar. Herr Dr. Krücken hat es geschafft, neben aller Komplexität der Mathematik/Informatik diese Schwerpunkte wichtig, aber nicht zu wichtig zu machen. 20 Minuten reichten manchmal aus, um eine Stunde zu füllen, da brauchte es keine 45 Minuten. Es war das Leben, was ihm alles bedeutet hat. Philosophisch, mathematisch, anthroposophisch. Nationale Unterschiede? Geschlecht? Na und? Für alles, was man Normalität nennen müsste, hat er immer gekämpft. Inklusiv und individuell. Hart in der Sache, aber stets motivierend und fördernd. Herzlich lachend und immer positiv. Vor Jahrzehnten schon vorausschauen denkend. Unsere Generation kann sich ein Beispiel nehmen an seiner Lebensleistung. Wir nehmen für uns in Anspruch, nicht das zu sein, was wir sind, wenn wir nicht seine Prägung hätten erfahren dürfen. Wir haben sie bisher weitergetragen und werden dies in Zukunft fortführen. In tiefster Hochachtung

  • Brigitte Alz-Neven sagt:

    Ich bin Herrn Krücken sehr dankbar für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit in der Schulverwaltung. Ich habe das Team
    Krücken/Neuhoff als sehr harmonisch und damit förderlich für das Schulleben am Mercator-Gymnasium empfunden.
    Vielen Dank und ein letzter Gruß
    Brigitte Alz-Neven
    Eckehard Neven

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